Die Eifel - Die Maare
In der Vulkaneifel kommen über 50 Maare vor, sowohl als wassergefüllte Maarseen, in den weitaus überwiegenden Zahl der Fälle jedoch als Trockenmaar. Die letzten Ausbrüche liegen mindestens 9.000 Jahre zurück, und viele Maare der Eifel sind deutlich älter. Aus diesem Grund sind viele bereits stark erodiert und ihre Formen und vulkanischen Merkmale nicht so deutlich, wie dies bei jüngeren oder gar aktiven Maaren anderswo auf der Erde der Fall ist. Dennoch sind die Maare der Eifel gut erhalten und in ihrer Vielzahl und Formenvielfalt ein beeindruckendes und berühmtes Zeugnis des Maarvulkanismus. In der Vulkaneifel lassen sich zwei verschiedene Arten der früheren vulkanischen Tätigkeit erkennen. Die Eruptionen erzeugten die markanten Vulkankegel und die trichterartigen oder schüsselförmigen Vertiefungen.

In der ersten Entstehungsphase eines Maars finden besondere, sog. phreatomagmatische, Explosionen statt, dabei trifft aufsteigendes (heißes) Magma mit wasserführenden (kalten) Gesteinsschichten zusammen. Beim Kontakt von Wasser und Magma kommt es zur Explosion, das umgebende Gestein wird zusammen mit der Magma in kleinste Bestandteile zerfetzt und aus dem Explosionstrichter geschleudert. Im Bereich des Explosionsherds bildet sich dabei ein Hohlraum, der in einen Explosionsschlot übergeht. Dadurch, dass über dem entstandenen Hohlraum das Gestein zusammenbricht, wird aus dem Explosionsschlot ein Einsturz- oder Maartrichter.
Danach können weitere Explosionen folgen, die zu einer Vergrößerung bzw. Vertiefung des Maartrichters führen. Nach Abschluss der vulkanischen Tätigkeit verfüllt sich der Maartrichter endgültig mit nachbrechendem Material, sowie mit vulkanischem Auswurfmaterial das von den Tuffwällen in den Maarkessel abrutscht. Durch nachfließendes Grundwasser bildet sich dann zuletzt ein Maarsee. In der Literatur werden iese kreisrunden Seen auch als die "Augen der Eifel" bezeichnet.
(Quelle: Tourist-Information Daun)








