11.12.2008
Meine Vita

"Aus der Heimat - für die Heimat", mit diesem Motto bin ich 2005 in den Wahlkampf gezogen und dieses Motto ist nach wie vor meine Maxime. Als Sprecher meiner Fraktion für die Agrarsozialpolitik bleibe ich auch im fernen Berlin meiner Linie treu, möglichst viel für den ländlichen Raum zu tun. Denn dort stehen für mich die Stützen der deutschen Gesellschaft.
Ich wurde 1949 in Lützkampen als viertes von neun Kindern geboren. In den Nachkriegsjahren nannte man das total zerstörte Gebiet zwischen Westwall und den damals geschlossen Grenzen nach Luxemburg und Belgien die "Rote Zone". "Rote Zone" deshalb, weil nach der Ardennen-Offensive nur noch "verbrannte Erde", Schutt und Trümmer übrig geblieben und sehr viele Tote, besonders unter der Zivilbevölkerung, zu beklagen waren. Bis Mitte der 1950er Jahre gab es weder asphaltierte Straßen noch fertige Wasser- und Stromleitungen.

Die Menschen in den Dörfern waren Selbstversorger, sie lebten von dem, was die eigenen Felder hergaben, dem Wasser aus den eigenen Brunnen und dem selbst gebackenen Brot. Alle Familienangehörigen arbeiteten mit - vom Kind bis zum Greis. So war das damals in der Westeifel, das machte auch Spaß.
Diese Zeit hat mich geprägt. Ich wurde Landwirt und arbeitete daneben als Betonfacharbeiter am Flughafenbau Köln-Bonn, bevor ich die Berufsaufbauschule in Bad Kreuznach besuchte. Nach dem Ingenieurs-Examen trat ich eine Stelle als

Ehepaar Geisen
Pflanzenschutzberater im Landespflanzenschutzamt Mainz an. Mit einem kleinen, aber festen Monatsgehalt in der Tasche heiratete ich 1973 meine Frau Mariette - die Ehe hält bis heute.
Im gleichen Jahr begann ich mit dem Universitäts-Studium in Bonn, dass ich 1976 mit dem Dipl. Ing. agr. - und später mit der Promotion zum Dr. agr. abschloss.

Vater und Sohn
Nach der Referendarausbildung an der Landwirtschaftsschule Mayen und der Berufsbildenden Schule Neuwied wurde ich Lehrer und Berater an der Landwirtschaftsschule Daun. In Daun ließ ich mich mit meiner Familie nieder, hier bauten wir unser Haus, hier kam Sohn Martin zur Welt - kurz, hier ist das Zuhause. Für mich bedeutet Daun aber auch Entspannung: hier singe ich im Männerchor, hier spiele ich Skat und erzähle meine Witze, hier gehe ich wandern und arbeite in meinem Garten. Ich koche auch gern mein Leibgericht, Tafelspitz mit Remouladensauce und Petersilienkartoffeln, dazu Blumenkohlgemüse. Nur so wird man sehr alt - davon bin ich überzeugt.